1694 ließ Gutsherr Johann Baltasar von Bose

im rückwärtigen Gelände seines Hofes ein Brauhaus nebst Bierteich und Hopfgarten erbauen. Vier Jahre später wurde der Gasthof Eckersdorf eröffnet.

Die Eckersdorfer Einwohner mussten von nun an auf schriftliche Weisung ihr Bier aus dieser dem Gutsherrn gehörenden Schänke holen...

Das alte Fachwerk, die schmalen Giebel, die niedrigen Türen und Fenster als auch das steile Dach mit senen bebeilten Balken lassen darauf schließen, dass unsere alte Rollmopsschänke die seinerseits gegründete Gutsschänke sein muss.

Als 1855 die Erweiterung der Bahnstrecke Dresden-Tharandt und nachfolgend die Kleinbahn im Rabenauer Grund immer mehr Leute aus der Stadt in unsere Gegend bringt, erfreut sich auch der Gasthof Eckersdorf immer größerer Beliebtheit.

1919 übernimmt Hans Julius Schückel mit seiner jungen Frau Sofie den Gasthof. Der Rollmops zog ins ständige Angebot und so hatte der Volksmund alsbald den geeigneten Namen für die Schänke gefunden.

Als 1930 der Maler Fritz Junghans, ein Meisterschüler von Otto Dix, die Rollmopsgeschichte illustriert und ein gewisser Policke, seines Zeichens Braumeister in der Dresdner Felsenkellerbrauerei, die passenden Verse zu Papier bringt, steht der Name Rollmopsschänke fest.